Hallo ihr Lieben,

ich kenne einige Menschen die sehr viel arbeiten und den ganzen Tag unter Strom stehen. So war ich vor einigen Jahren auch noch. Bis mir mein Körper gezeigt hat, dass es Grenzen gibt. Wir leben in einer schnelllebigen Zeit wo es um Status geht, wo es einfach nur darum geht zu zeigen was man hat. Aber was bringt dieser ganze Protz und Besitz, wenn mein Körper kaputt und ausgelaugt ist?

Die Antwort ist ganz klar NICHTS.

Als ich 2014 den Tiefpunkt mit meinem Verdauungstrakt erreicht hatte, wurde ich gezwungen mich intensiv mit meiner Ernährung auseinander zusetzen, weil ich der festen Überzeugung war, dass es nur am Essen liegen kann. Ich habe also meine Ernährung umgestellt und mir ging es viel viel besser. Je mehr ich mich darauf konzentriert habe welche Nahrung meinem Körper gut tut und welche nicht, desto besser ging es mir.

Doch ich habe dann auch schnell festgestellt, dass es nicht nur die Ernährung ist, die meinen Körper immens beeinflusst. Es gibt noch so viel mehr. Und unter anderen ist es sich auch mal Auszeiten zu gönnen.

Ich liebe das Schreiben, Fotografieren und kreativ sein in der Küche. Ich arbeite seit jetzt einem Jahr an einem anderen Blog und wollte diesen schon längst online stellen, doch im April hat mir mein Körper wieder einen dicken Dämpfer verpasst.

Ich hatte Gelenkschmerzen, Bauchprobleme und konnte vom Kopf her nicht mehr abschalten. Zu dem Zeitpunkt habe ich mein Buch veröffentlicht, einen neuen Job angefangen und an dem neuen Blog gearbeitet. Ich habe mir damals keine Pausen gegönnt. Ich stand nur unter Strom und bin nachts aufgewacht und musste Ideen notieren. Der Kopf und der Ideenfluss ging nicht mehr abzustellen.

Also dachte sich mein Körper ich mach jetzt ein Shutdown. Ich ging zum Arzt und ließ mich untersuchen. Es wurde nichts aber auch gar nichts gefunden. Ich war gesund und hatte dennoch Schmerzen und konnte kaum meine Hände benutzen. Mein Arzt hat mich dann zwei Wochen krankgeschrieben und mir wahnsinns Tabletten verschrieben. Durch diese Tabletten habe ich tief und fest 13 Stunden am Tag geschlafen. Den ganzen Tag über fühlte ich mich wie in einer Blase. Ich habe in dieser Zeit viel gelesen und Serien geschaut.

Diese zwei Wochen taten mir unglaublich gut. Ich habe einfach gar nichts getan und meine Symptome gingen ziemlich schnell wieder weg. Also habe ich überlegt was ich jetzt tue. Das Buch war gerade veröffentlicht worden, ich wollte mit meinem anderen Blog online gehen und ich hatte für diesen Blog soooo viele neue Ideen.

Ich habe auf meinen Körper gehört und mich raus genommen. Kein Social Media, kein TV, keine Nachrichten, keine Sozialen Verpflichtungen. Nur ich, mein Alltags Job und Bücher.

Insgesamt habe ich mich ganze 3 Monate rausgenommen. In diesen 3 Monaten habe ich 75 Bücher gelesen. Keine Sachbücher, keine Bücher für den Beruf, nur Romane und Fiction. Ich habe mich wieder langsam aufgepäppelt. Von meinem Arzt habe ich die Auflage bekommen eine Therapie zu machen um einen Weg für mich zu finden, wie ich am besten alles unter einen Hut bekomme.

Ich hatte oft ein schlechtes Gewissen, besonders meinen Lesern gegenüber (also dich). Doch ich bin mir die wichtigste Person im Leben und ich habe nur diesen einen Körper und dieses eine Leben. Es ist mir immer noch nicht gelungen alles unter einen Hut zu bekommen. Aber ich arbeite daran Schritt für Schritt. Und wenn ich merke, dass mein Körper wieder mehr rebelliert, lege ich sofort eine Pause ein.

Es ist wirklich erstaunlich wie ich in den letzten Jahren meinen Körper immer besser kennengelernt habe und wie unglaublich laut er doch nach einer Auszeit schreien kann. Man muss eben nur zuhören.

Wenn auch du körperliche Probleme hast, bekämpfe deine Symptome nicht mit Tabletten oder anderen Sachen. Gehe diesen Symptomen auf den Grund und ändere Dinge in deinem Leben. Auszeiten sind superwichtig für den Körper. Dein Körper braucht Regenerationphasen. Und dein Körper zeigt dir wenn du diese brauchst.

Meine Arbeitskollegin hat seit Wochen Magenprobleme und wundert sich, dass sie kaum mehr Dinge essen kann. Sie ist ein Workaholic, also hab ich ihr gesagt, sie soll mal auf die Bremse treten. Doch als Antwort bekam ich, dass sie es nicht könnte. Es wird nicht mehr lange dauern und dann kommen mehr Symptome dazu und ihr Körper entwickelt chronische Erkrankungen. Doch es gibt Menschen, die müssen es selbst am eigenen Leib erfahren, bevor sie sich Ruhe gönnen und auf ihren Körper hören. So wie ich und wahrscheinlich auch so wie du.

Auszeiten, Ruhephasen sind unglaublich wichtig. Baue sie in deinen Alltag ein. Wenn es ein Hörbuch oder deine Lieblingsmusik auf dem Weg zur Arbeit oder nach Hause ist. Ob es ein leckeres Abendessen zubereiten und genießen ist. Ob es ein Spaziergang in der Mittagspause ist. Ob es ein gutes spannendes Buch vor dem Einschlafen ist. Ob es ein warmes Bad ist. Ob es eine Massage ist. Egal was, nutze deinen Alltag und baue alle Termine und deine Arbeit drum herum. Es ist wichtig im Moment zu leben und auch einfach mal dein Gesicht in die Sonne zu recken und für ein paar Minuten die Wärme zu genießen.

Kopf aus. Genießen an.

Baust du Ruhephasen in deinen Alltag ein? Wenn ja wie?

Ich wünsche euch ein tolles langes entspanntes Wochenende

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