Letzten Sommer kam der Tiefpunkt in meiner langen Leidensgeschichte mit dem Reizdarm. Ich war täglich über Stunden mit Schmerzen, Durchfällen und Blähungen geplagt. Als ob das nicht genug wäre, bekam ich immer öfter Magenschleimhautentzündungen.

Alles brannte und schmerzte vom Magen bis zum Darm.

Ich konnte nichts mehr Essen.

Ich habe viele Tabletten genommen und mit Tee versucht alles wieder auf die Reihe zu bekommen.

Zu der Zeit war ich natürlich Vollzeit arbeiten und habe versucht mir nichts anmerken zu lassen. Doch war ich immer öfter gezwungen Zuhause zu bleiben und Dauergast auf der Toilette und beim Arzt zu sein. Ich musste jeden Morgen pünktlich auf Arbeit erscheinen, was den Druck zusätzlich sehr erhöhte und ich morgens oft in Eile war.

Ich wusste nicht mehr weiter und hab mich durch das ganze Web gegoogelt. Immer wieder traf ich auf den Begriff „Ernährungsberatung“, also habe ich meinem Arzt gesagt er soll mir dafür ein Rezept ausstellen. Ein Termin bei der Beratung war schnell gemacht. Und so begann ich meine Ernährungsumstellung.

Während der Umstellungsphase ging es mir schon viel besser. Endlich konnte ich wieder Essen und auch arbeiten. Doch als es dann in die Probierphase der einzelnen Lebensmittel ging, wurde es mit dem Bauch auch wieder schlechter und ich war wieder krank. Das kam alles nicht gut an bei meinem damaligen Arbeitgeber und so wurde ich gekündigt.

Ich traure dem Job nicht nach, denn ich habe schnell einen neuen Job gefunden. Es hat auch nicht mehr lange gedauert und die Ernährungsberatung war erfolgreich abgeschlossen.

In meinem jetzigen Job habe ich Gleitzeit. Ich kann beginnen wann ich möchte und brauch nicht irgendwo pünktlich sein.

Ich bereite mir jeden Morgen das Frühstück frisch zu, setze mich an den Tisch und genieße es in Ruhe. Das ist sehr wichtig und für mich der perfekte Start in den Tag. Kein Druck, kein Gehetze.

Ich bin glücklich mit dem neuen Job. Es war wohl ein Wink mit dem Schicksal.

Habt ihr auch schon einen Job verloren durch den Reizdarm? Wie geht ihr im Job mit dem Reizdarm um?

4 thoughts on “Wie ich durch den Reizdarm meinen Job verlor…

  1. Das ist ja krass das du gleich deinen Job verloren hast… Ich habe meinem Chef gleich davon erzählt als es los ging und er geht damit sehr locker um! Ich bin sehr froh dass er das weiß und wenn es wieder Probleme gibt dann fragt er schon gar nicht mehr näher nach!

    1. Ja ich fand es auch krass und das hab ich auch jetzt immer noch im Hinterkopf.
      Da hast du aber echt Glück mit deinem Chef. Oft ist es ja leider so, das man funktionieren muss und ich konnte hält keine 100% geben.

  2. Schön, dass es in deinem aktuellen Job besser läuft. 🙂

    Bei mir kam zwischenzeitlich auch mal Druck von der Arbeit. Aufgrund der ganzen Reidarmproblematik fehle ich halt alle 2 Monate mal 2 bis 3 Tage. Ansonsten bin ich selten krank und liege mit insgesamt 11 Tagen im Jahr eigentlich ganz gut im Schnitt. Für eine 6- Tage-Woche find ich es sogar wirklich wenig. . Vorallem in Anbetracht wie oft ich mich mit Bauchkrämpfen und dem ganzen anderen Kram hinquälen muss.

    Naja meine Chefin fragte mich direkt wieso ich so oft für so wenig Tage fehlen würde. Für sie sah das wohl nach Urlaub mit gelben Schein aus. In meiner grenzenlosen Naivität habe ich ihr von der ganzen Problematik erzählt.
    „Haben Sie das irgendwo schriftlich? Schließlich kann das ja jeder behaupten!“ war die Antwort.

    Sie ließ es dann gut sein und hat seitdem auch nichts mehr gesagt.
    Ist zwar deutlich weniger krass als das was dir passiert ist, aber mir hat es gereicht mir kurzfristig den Spaß an der Arbeit zu nehmen.

    1. 11 Tage ist doch super! Bei mir kamen leider mehr Tage im Jahr zusammen. Und da ich nicht vernünftig essen konnte, hat mein Immunsystem nicht wirklich funktioniert.

      Wie deine Chefin reagiert hat ist auch krass. Glaub dir gern das dir da der Spaß am Arbeiten vergangen ist. Zumal das Ungute Gefühl ja wächst wenn man mal wieder krank ist.
      Als Arbeitnehmer ist man ja nicht verpflichtet diese Krankheit mitzuteilen, aber ich glaube wenn man so direkt angesprochen wird, wie es deine Chefin machte, hat man ja auch nicht wirklich eine Wahl. Ich hoffe für dich sie lässt es auch in Zukunft ruhen. 🙂

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