Wir in Berlin bekommen sonntags immer Werbung und ein kleines Magazin. Die Titelseite heute lautet „Reizdarm in Industrieländern auf dem Vormarsch“. Bei dem Titel musste ich doch glatt den Zeitungsbatzen mitnehmen und lesen. Es ist ein üblicher Text den man immer wieder in Zeitschriften liest. Was sich aber immer wieder ändert sind die Zahlen. Laut dem Magazin sollen bereits 15 Millionen Menschen in Deutschland unter dem Reizdarmsyndrom leiden… 15 Millionen…von 80 Millionen (2013)…das sind knapp 20% der Bevölkerung.

Weiterhin soll in ganz Europa jeder 5. betroffen sein. In Europa leben 742,5 Millionen Menschen (2013), das wären also 148,5 Millionen Menschen die mit dem Reizdarm leben müssen.

Das muss man erst einmal sacken lassen. Nun weiß ich natürlich nicht wie viel Wahrheit in diesen Zahlen steckt. Auch gibt es zu Bedenken das die Reizdarmdiagnose oft viel zu voreilig von den Ärzten gestellt wird. Und es gibt auch viele Leute, die unter einem Reizdarm leiden, aber es nicht wissen. Also nehmen wir mal an, diese Zahlen entsprechen der Wirklichkeit…das ist echt Wahnsinn!!!

In dem Artikel wird als Ursache für den Reizdarm eine „geschädigte Darmbarriere“ genannt, wo „Schadstoffe und Erreger in die Darmwand eindringen“ und natürlich wird auch eine Lösung angeboten… KIJIMEA. (Deswegen meine Skepsis gegenüber diesem Artikel, der scheinbar Werbung für ein Präparat machen möchte)

Hat hier schon mal jemand dieses Präparat ausprobiert und Erfahrung sammeln können?

Ich habe schon öfter von diesem Präparat gelesen, aber ich bin ehrlich gesagt skeptisch was irgendwelche Wundermittel angeht. Dazu kommt, dass ich so gut wie ohne Medikamente auskommen möchte und der Meinung bin, dass unsere heutige Ernährungsweise den Reizdarm hervorruft.

Wie steht ihr zu dem Thema?

12 thoughts on “Neuer Artikel über Reizdarmsyndrom

  1. Hallo meine Liebe 🙂
    Ich habe Kijimea schon mal ausprobiert, aber fand, dass es nichts geändert hat.
    Bis jetzt hat bei mir aber auch noch sonst nichts angeschlagen. Momentan nehme ich Symbioflor 1, 2 und SymbioLact, um die Darmflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
    LG Anne B.

  2. Hallo Sandra,
    erstmal vielen Dank für deinen tollen Blog – macht echt Mut! Zu deiner Frage: Ich habe Kijimea vor ein paar Monaten ausprobiert, als es mir relativ schlecht ging. Meine Ernährung hatte ich schon umgestellt und eine Weile ging es mir damit auch besser, aber irgendwann habe ich dann doch wieder Probleme bekommen. Ich hatte damals auch in einer Zeitschrift von Kijimea gelesen und dachte mir, ich probiere es einfach mal Viel schlimmer konnte es nicht mehr werden… Und was soll ich sagen, bei mir hat es geholfen. Ich nehme es jetzt immer ein, wenn ich merke, dass sich da was anbahnt.
    Die Zahlen in dem Zeitschriftenartikel finde ich auch heftig. habe eine Seite gefunden, auf der die 15 Millionen auch genannt werden: http://www.reizdarm.net/reizdarm/. Da werden auch Quellen angegeben. Hab die nicht geprüft, aber falls es dich interessiert 🙂
    Liebe Grüße und alles Gute! Charly

    1. Hallo Charly,
      vielen Dank für deine Worte! Es ist schön zu hören, dass du etwas gefunden hast was dir hilft. Hoffentlich werden wir irgendwann mal auch ohne Tabletten leben können. Ich wünsche dir alles Gute und vielen Dank für den Tipp.

      Liebe Grüße Sandra

  3. Hallo Sandra,
    ein großes Dankeschön schon mal, dass du deine Erfahrungen hier mit uns teilst.
    Ich habe vor ca 1,5 Monaten die Diagnose Reizdarm bekommen und meine Hausärztin hat mich auf KIJIMEA aufmerksam gemacht. Sie hat mich auf die, für Studenten, hohen Kosten hingewiesen, aber ich wollte nichts unversucht lassen. Man muss täglich zwei Kapseln zu einer Mahlzeit nehmen und das über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten, so ist es zumindest im Beipackzettel erklärt. Daher kann ich leider noch keine großen Erfahrungsberichte abgeben. Zusätzlich nehme ich noch ein pflanzliches Produkt (Rhodiola rosea), was meine Abgeschlagenheit und Konzentrationslosigkeit verbessern soll und bei Stress helfen soll, da Stress meine Beschwerden stark erhöht, was gerade in der Klausurphase extrem nervig ist.
    Neben der Einnahme der Tabletten habe ich meine Ernährung umgestellt, was mir ehrlicherweise schwer fällt, aber mit Disziplin geht alles.
    Jetzt aber nochmal zum Thema KIJIMEA. Nach ca einer Woche (laut Beipackzettel) sollen die ersten Beschwerden gelindert sein. In der Tat ist es bei mir so, dass meine typischen Beschwerden abgenommen haben. Leider ist es jetzt so, dass bei mir vermehrt kurzfristige Krämpfe auftreten, was natürlich absolut ätzend ist. Dass meine typischen Beschwerden abgenommen haben, kann jedoch auch daran liegen, dass ich meine Ernährung umgestellt habe. Außerdem wirkt sich Stress noch immer extrem auf meine Beschwerden aus. Ich melde mich gerne noch einmal wieder, wenn die drei Monate, die im Beipackzettel angegeben sind, um sind. Vielleicht gibt es dann ja positive Nachrichten meinerseits.
    Ich habe jedoch noch eine Frage. Ehrlicherweise erschien mir meine Hausärztin etwas überfordert mit der Diagnose Reizdarmsyndrom. Sie hat mir einen Zettel ausgehändigt, auf dem ein wenig erklärt war, den Rest sollte ich mal „googlen“. Jetzt frage ich mich, zu welchem Arzt ich eventuell noch einmal gehen soll oder ob ich es erst einmal bei Tabletten und Ernährung belassen soll. Ist ein Gastroenterologe da der richtige Ansprechpartner? Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Tipp geben könntest.
    Alles Gute und liebe Grüße
    Lisa

    1. Hallo liebe Lisa,
      vielen Dank für deine lieben Worte und dein Kommentar hier.
      Ich freue mich immer sehr von euch zu hören auch wenn die Umstände leider nicht die besten sind.
      Nun zu deiner Frage. Wenn ein Arzt dir deine Krankheit nicht erklären kann und du selber nachforschen sollst, finde ich das schon sehr krass. Er hätte dir wenigstens sofort einen Gastroenterologen empfehlen müssen. Gehe auf jeden fall zu einem Facharzt. Leider wird heutzutage viel zu schnell die Diagnose Reizdarmsyndrom von Hausärzten gestellt. Lass es dir von einem Facharzt bestätigen und dich gründlich durchchecken, das es auch wirklich nichts anderes ist und du „organisch gesund“ bist.
      Schön wenn dir die Ernährungsumstellung hilft. Natürlich ist es nicht immer einfach sich daran zu halten, aber letztendlich lohnt sich oft das durchhalten. Es ist alles eine Kopfsache. Wenn du dabei bist etwas zu essen wo du vorher schon weißt dass es dir nicht bekommt, dann stell dir einfach vor wie du dich danach bzw. am nächsten Morgen fühlen wirst. Das hilft mir immer sehr.
      Wenn du irgendwelche speziellen Fragen hast oder dich einfach nur austauschen möchtest kannst du mir gerne eine Mail schreiben.
      Ich wünsche dir alles Gute und hoffe du berichtest ob dir das Kijimea geholfen hat.
      Liebe Grüße Sandra

  4. Hallo Sandra,
    von mir auch ein riesen Kompliment für den Blog und die vielen, zum Teil sehr offenen, Beiträge.
    Mir ging es ähnlich wie Dir. Ich habe von Kijimea erfahren und zunächst auch vor den hohen Kosten zurück geschreckt. Allerdings möchte ich nichts unversucht lassen. Also warum nicht.
    Vor ein paar Wochen hatte ich es dann also versucht, allerdings nur 2 Tabletten genommen. Am Abend der zweiten Tablette habe ich heftige Probleme bekommen und am dritten Tag ging es mir so schlecht, dass ich lieber keine weitere Tablette probiert habe. Weitere Auslöser für meine Beschwerden an den Tagen kann ich leider nicht auslotzen…
    Ich hoffe aber, dass es Dir und anderen hilft. Es gibt ja doch einige positive Beiträge dazu. Vielleicht kannst du mit einer kleinen Packung starten und dann schauen wie es sich entwickelt.
    Viele Grüße
    Juli

    1. Hallo Juli,

      Dankeschön das du hier deine Erfahrung mit uns teilst. Auch wenn diese nicht gut waren.
      Und vielen Dank für deine lieben Worte. Ich wünsche dir alles Gute ?

      Liebe Grüße Sandra

  5. Hallo,

    ich habe Kijimea über 3 Monate lang genommen. In den ersten Wochen hat es etwas gebracht. Ich habe im Laufe der Zeit dann aber aus Übermut auch weniger auf meine Ernährung geachtet, was einer positiven Wirkung vermutlich geschadet hat.
    Ich werde vielleicht in der Zukunft nochmal einen Versuch wagen.
    Kijimea ist übrigens ein Probiotikum, besteht also aus Milchsäurebakterien. Leider macht der Hersteller keine Angaben zur Impfdichte, also die Menge der enthaltenen Bakterien.

    Viele Grüße

    1. Hallo, danke für deinen Eindruck. Ich kann gut nachempfinden wie es ist wenn es einem wieder besser geht und dann wieder die Ernährung etwas schleifen lässt. Ich finde es gehört einfach dazu. Man kann nicht immer 100% auf Dinge verzichten die einem nicht so gut bekommen. Unsere Seele muss ja auch ein wenig leben ?.
      Ich wünsche dir einen schönen Tag und falls du noch einmal den Versuch starten möchtest lass es uns wissen ?

  6. Hallo zusammen,
    ich wollte mich ja nochmal melden. Ich habe die Tabletten jetzt regelmäßig ca sechs Monate genommen und muss leider sagen, dass es mich nicht sonderlich weiter gebracht hat. Heute war ich noch einmal beim Arzt, weil es momentan stressbedingt wieder zu wünschen übrig lässt. Mir wurden jetzt Flohsamen empfohlen und ich werde das nun ausprobieren. Was richtig gut wirkt ist übrigens Urlaub 😀 Ich war zwei Wochen an der Nordsee und hatte keine Beschwerden! Leider geht der beste Urlaub auch mal zu Ende und nun ist es wie vorher. Ich werde es jetzt einfach weiter mit der FODMAP Diät und Flohsamen versuchen.
    Ich wünsche Euch alles Gute!

    1. Hallo Lisa,

      toll das du dich noch einmal meldest. Schade das dir das Produkt nicht geholfen hat. Leider muss ich feststellen, das es einigen hier so ergeht. Hoffentlich wird bald ein Mittel entwickelt das uns allen hilft.
      Und du hast so Recht Urlaub ist das Beste aber leider geht der auch wieder vorbei.
      Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und Erfolg und hoffe das es dir bald wieder besser geht.
      Liebe Grüße
      Sandra

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